Diese Übersicht erklärt zentrale Begriffe – klar, kurz & verständlich. Nutze die Suche, um schnell zu finden, was dich interessiert.
Aktie
Ein Anteil an einem Unternehmen. Als Aktionär/in partizipierst du an Gewinnen (Dividenden) und Kursentwicklung. Rechte: Stimmrecht auf der Hauptversammlung, Informationsrechte.
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- Stammaktie (Stimmrecht) vs. Vorzugsaktie (meist höhere Dividende, kein Stimmrecht).
- Wichtige Kennzahlen: Marktkapitalisierung, Streubesitz, Free Float.
Börse
Geregelter Marktplatz, an dem Wertpapiere gehandelt werden. Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage im Orderbuch.
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- Beispiele: Xetra, NYSE, NASDAQ.
- Gebühren: Börsenentgelt, Maklercourtage (je nach Handelsplatz).
Index
Ein Korb aus ausgewählten Aktien, der einen Markt abbildet (z. B. DAX = 40 größte deutsche Unternehmen). Dient als Benchmark für die eigene Performance.
ETF (Indexfonds)
Börsengehandelter Fonds, der einen Index passiv nachbildet. Vorteile: breite Streuung, geringe Kosten (TER), einfache Sparpläne.
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- Thesaurierend (Dividenden werden reinvestiert) vs. ausschüttend.
- Replikation: vollständig/optimiert (physisch) oder synthetisch (Swap).
- Kosten: TER, Tracking Difference.
Dividende & Dividendenrendite
Gewinnanteil, den Unternehmen an Aktionäre auszahlen. Die Dividendenrendite = Dividende je Aktie / Kurs. Stabilität zählt mehr als Höhe.
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- Ausschüttungsquote (Payout Ratio): Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgezahlt wird.
- Wichtige Termine: Ex-Dividenden-Tag, Record Date, Zahltag.
KGV (Kurs‑Gewinn‑Verhältnis)
Verhältnis von Aktienkurs zu Gewinn je Aktie. Je niedriger, desto „günstiger“ – aber nur im Branchen-/Zeitvergleich sinnvoll. Zykliker haben schwankende Gewinne → KGV schwer interpretierbar.
KCV / P/FCF
Bewertet den Kurs im Verhältnis zum (freien) Cashflow. Oft robuster als der Gewinn, da nicht so buchhalterisch beeinflusst.
KUV (Kurs‑Umsatz‑Verhältnis)
Verhältnis Kurs zu Umsatz je Aktie. Vor allem bei noch unprofitablen Wachstumsfirmen üblich. Allein wenig aussagekräftig.
KBV (Kurs‑Buchwert‑Verhältnis)
Kurs im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital. Nützlich bei Finanzwerten – bei Softwarefirmen wegen immaterieller Werte weniger sinnvoll.
PEG‑Ratio
KGV geteilt durch Gewinnwachstum. Werte ≈1 gelten als fair – aber stark abhängig von verlässlichen Wachstumsannahmen.
ROE & ROIC
ROE misst die Rendite auf das Eigenkapital, ROIC auf das eingesetzte Gesamtkapital. Dauerhaft über Kapitalkosten = Qualitätsmerkmal.
Marktkapitalisierung
Börsenwert eines Unternehmens = Aktienkurs × Anzahl ausstehender Aktien. Einordnung: Small/Mid/Large/Mega Cap.
Volatilität & Beta
Volatilität misst Kursschwankungen. Beta zeigt die Empfindlichkeit gegenüber dem Gesamtmarkt (1 = wie der Markt, >1 = stärker schwankend).
Orderarten
Market (sofort zum Marktpreis), Limit (nur bis Preisgrenze), Stop(-Loss) (aktiviert bei Schwelle), Stop-Limit, Trailing Stop.
Achte auf Spread und Handelszeiten.
Sparplan & DCA
Regelmäßige, feste Käufe (z. B. monatlich). Dollar‑Cost Averaging glättet Einstiegszeitpunkte und reduziert Timing‑Risiko.
Diversifikation & Rebalancing
Streuung über Branchen/Länder/Assetklassen senkt Risiko. Rebalancing stellt Zielquoten regelmäßig wieder her.
Long & Short
Long: auf steigende Kurse setzen. Short: auf fallende – riskanter wegen theoretisch unbegrenzter Verluste. Für Einsteiger meist ungeeignet.
Hebel & Margin
Hebelprodukte vervielfachen Gewinne und Verluste. Margin‑Geschäfte erfordern Sicherheitsleistung; Unterschreiten → Margin Call / Zwangsschließung.
Steuern (DE)
Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer (25% + Soli + ggf. KiSt). Freistellungsauftrag nutzt den Sparerpauschbetrag. ETFs: Teilfreistellung je nach Fondsart.
Kosten & Gebühren
Beim Handel entstehen Ordergebühren & Börsenentgelte; bei ETFs laufende Kosten (TER). Achte zusätzlich auf Spreads und eventuelle Depotgebühren.
IPO (Börsengang)
Erstmalige Aktienausgabe eines Unternehmens an der Börse. Risiken: kurze Historie, Lock‑up‑Fristen, Hype‑Bewertungen.
Aktiensplit
Aufteilung einer Aktie in mehrere (z. B. 1→10). Nominaler Kurs sinkt, Unternehmenswert unverändert. Reverse Split umgekehrt.
ADR
Amerikanischer Hinterlegungsschein, der eine ausländische Aktie repräsentiert. Handhabung und Dividenden können von Originalaktie abweichen (Gebühren/Quellensteuer).
Rendite (nominal vs. real)
Nominale Rendite ohne Inflation; reale Rendite abzüglich Inflation. Hohe Renditen gehen oft mit höherem Risiko/Drawdown einher.
ESG & Nachhaltigkeit
Berücksichtigung von Umwelt‑, Sozial‑ und Governance‑Faktoren. ETFs nutzen oft Ausschlusskriterien oder Best‑in‑Class‑Ansätze.
Liquidität
Wie leicht ein Wertpapier ohne großen Preiseffekt handelbar ist. Indikatoren: Volumen, Bid‑Ask‑Spread, Ordertiefe.
Alpha, Beta & Tracking Error
Alpha = Überrendite gegenüber der Benchmark. Beta = Marktsensitivität. Tracking Error misst Abweichung zum Index (bei Fonds/ETFs).
Anlagestrategien
Buy & Hold (langfristig halten), Value (Unterbewertung), Growth (Wachstum), Quality (robuste Profitabilität), Momentum (Trendfolge).
Depot & Broker
Dein Wertpapierkonto zur Verwahrung/Abwicklung. Auswahlkriterien: Gebühren, Handelsplätze, Sparpläne, App/Service, Einlagensicherung.
Asset‑ & Sektorallokation
Verteilung deines Portfolios auf Anlageklassen (Aktien/Anleihen/Bar) und Sektoren/Regionen. Größter Rendite‑ und Risikohebel.
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